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Kläranlage: Funktionsweise und Reinigungsprozesse

Das, was tagtäglich in der Toilette hinuntergespült, in der Waschmaschine abgepumpt wird, aus der Dusche abfließt und so weiter, landet in der Kanalisation und schließlich in der Kläranlage. Hier wird das verunreinigte Wasser gereinigt. Moderne Kläranlagen nutzen für die Reinigung des Abwassers ein dreistufiges Verfahren, das nacheinander mechanische, biologische und chemische Prozesse durchläuft. Der mechanische Reinigungsprozess bildet die erste Stufe des Verfahrens. Hierbei werden mit dem Rechen und dem Sandfangbecken grobe Verschmutzungen aufgefangen, während anschließend im Vorklärbecken ungelöste Stoffe wie beispielsweise Toilettenpapier herausgefiltert werden. In der biologischen Phase kommen dann Bakterien zum Einsatz, die die Selbstreinigungsprozesse des Wassers in Gang setzten. Das, was gemeinhin als Klärschlamm bezeichnet wird, ist die Biomasse, die durch den Abbau der Abwasserinhaltsstoffe in der Kläranlage entsteht. Die dritte Stufe, die chemische Reinigung, setzt ebenso auf die Oxidation oder die Fällung, also das Ausscheiden gelöster Stoffe, nur dass abiotisch-chemische Verfahren ohne die Beteiligung von Mikroorganismen auskommen. Hat das Wasser all diese Reinigungsstufen in der Kläranlage durchlaufen, ist es schlussendlich sauber – Fett, Öle, feste Bestandteile, anorganische Endprodukte et cetera wurden entfernt.

Kläranlagen in NRW

Die erste Kläranlage Europas, zumindest auf dem Festland, wurde 1882 errichtet– in Frankfurt am Main. In NRW gibt es mehr als 600 kommunale Kläranlagen. Wenn man bedenkt, dass es jedoch auch zahlreiche Kleinkläranlagen gibt, also solche, die nur für die Abwasserentsorgung eines begrenzten Gebietes genutzt werden, erhöht sich diese Zahl entsprechend. Kleinkläranlagen und abflusslose Gruben sind insbesondere in ländlichen Gebieten anzutreffen, vor allem dann, wenn der Anschluss an die öffentliche Kanalisation mit unverhältnismäßig hohen Kosten verbunden ist. Jedoch ist ein jährlich zunehmender Rückgang der Kleinkläranlagen und abflusslosen Gruben in NRW zu verzeichnen. 

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